Denken, Handeln und Entscheiden sind eng mit Emotionen verknüpft, auch wenn wir sie oft für klare, „rationale“ Prozesse halten.
Warum Emotionen nötig sind:
- Emotionen lenken Aufmerksamkeit: Sie filtern, worauf wir achten. Ohne emotionale Bewertung wäre alles gleich wichtig. Denken würde ins Leere laufen.
- Sie geben Bedeutung: Gedanken brauchen einen emotionalen Kontext, um Relevanz zu bekommen („Was bedeutet das für mich?“).
- Sie motivieren Handlungen: Entscheidungen ohne Gefühlskomponente führen oft zu Lähmung, weil keine Präferenz entsteht. Das zeigen Fälle aus der Hirnforschung, z. B. Menschen mit Schäden im präfrontalen Kortex, die zwar logisch denken, aber im Alltag kaum handeln können.
- Sie stabilisieren Werte und Ziele: Emotionen spiegeln, was uns wichtig ist. Ohne sie gäbe es keine echten Prioritäten oder langfristigen Ziele.
Journal writing kann dir helfen, Denken, Fühlen und Handeln bewusster zu verbinden und Entscheidungen klarer zu treffen. Durch das Schreiben schaffst du einen Raum, in dem Emotionen gesehen, sortiert und mit deinen eigenen Werten verknüpft werden.
Das Journal ist ein sicherer Raum, ein eigener Ort für all das, was dich bewegt – deine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen. Beim Journal writing kannst du ganz ehrlich und unbeschwert deine innersten Empfindungen erforschen. Du gibst deinen Gefühlen Raum, ohne sie unkontrolliert auszuleben oder an anderen auszulassen. Gefühle zu verarbeiten, ist ein wichtiger Teil des persönlichen Reifens.
Kathleen Adams, die Erfinderin der Journal-to-the-self-Methode, beschreibt das Journal als ein Gespräch mit dir selbst, das Klarheit schafft und ermöglicht, Gefühle zu verarbeiten.
Im Job ist das besonders wertvoll, weil wir oft unter Druck stehen und schnell entscheiden müssen. Wer durch regelmäßiges Journal writing lernt, seine Emotionen wahrzunehmen und zu steuern, kann stressige Situationen besser meistern.
Das führt zu klareren Gedanken, überlegteren Entscheidungen und authentischerem Handeln. Das Journal ist dabei ein Werkzeug, um im hektischen Alltag den eigenen emotionalen Kompass nicht zu verlieren.