Die Vorfreude war am 6. März im Kreativ-Haus Münster spürbar, als Nathalie Nehues und ich die Türen für die Fachtagung „Lebenslinien: Die Kunst der Biografiearbeit in Therapie, Coaching und Beratung“ geöffnet haben.
Gemeinsam mit den Expertinnen Dr. Birgit Schreiber, Liane Dirks, Maria Gorius und mir erlebten die Teilnehmenden einen Tag, der „super kurzweilig und dennoch tiefgehend“ war und „klasse Impulse“ bot, so beschrieben es Teilnehmende am Veranstaltungsende. In unterschiedlichen Settings haben wir gezeigt, wie vielfältig Biografiearbeit Menschen in Coaching, Therapie und Beratung unterstützen kann.
Dr. Birgit Schreiber hat uns in ihrem Impulsvortrag ein Bild geschenkt, das mich besonders berührt:
„…Aus der Neurowissenschaft wissen wir, dass positive Erlebnisse eine bewusste Zuwendung von mindestens 20–30 Sekunden brauchen, um sich nachhaltig zu verankern.
Deshalb beginne ich meine autobiografischen Schreibworkshops genau damit: Ich lade die Teilnehmer:innen ein, sich an Phasen der Freude, an Stracciatella- (Till Räther) oder Madeleine-Momente (Marcel Proust) zu erinnern und sie aufzuschreiben.
So schaffen wir uns ein Gerüst von Erfahrungen – oder gar eine ganze Brücke – über die wir gehen können, um auch die Lasten und Abgründe betrachten zu können. …“.

Impulsvortrag „Ich bin meine Geschichte – Über eine angeborene Superkraft und ein Leben, das sich echt anfühlt“ mit Dr. Birgit Schreiber
Viele Teilnehmende nahmen neue Sichtweisen, frische Impulse, unterschiedliche Formen des Gestaltens von Biografien und einen neuen Blick auf Sprache mit und sie genossen es, die Texte, Bilder und Zugänge anderer Menschen kennenzulernen.
Mit großer Freude und Dankbarkeit blicke ich auf diesen Fachtag zurück: auf die lebendigen Gespräche, die Texte, die entstanden sind, und die Offenheit der Teilnehmenden.
Ein großes Danke an alle Teilnehmenden, Nathalie Nehues und das Team vom Kreativ-Haus Münster und die Expertinnen.


